Der dentinostic Zahnlexikon
Amalgam – Das klassische Zahnfüllungsmaterial aus Metall

Definition – Was ist Amalgam?
Amalgam ist eine metallische Legierung, die als Zahnfüllung verwendet wird. Es wird im weichen Zustand in den Zahn eingebracht und härtet dort aus. Amalgamfüllungen sind extrem haltbar und können 10–15 Jahre oder länger halten. Aufgrund der silbernen Farbe sind sie jedoch sichtbar und ästhetisch weniger ansprechend als zahnfarbene Alternativen.
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Ursache – Warum wird Amalgam verwendet?
Amalgam wird vor allem für Füllungen im Seitenzahnbereich verwendet, wo hohe Kaukräfte wirken. Es ist kostengünstig, leicht zu verarbeiten und außerst wiederstandsfähig. In vielen Ländern war es jahrzehntelang das Standardmaterial der Kassenversorgung. Folgende Risikofaktoren können bei der Nutzung relevant sein:
- Quecksilber – minimale Mengen werden freigesetzt, die gesundheitliche Relevanz ist wissenschaftlich umstritten
- Allergische Reaktionen – selten, aber möglich bei empfindlichen Patienten
- Umweltbelastung – Quecksilber ist umweltschädlich, Zahnarztpraxen nutzen Amalgamabscheider
- Korrosion – alte Füllungen können mit der Zeit korrodieren und undicht werden
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Alternativen – Welche Füllungsmaterialien gibt es?
- Komposit (Kunststoff) – zahnfarben, heute am häufigsten eingesetzt
- Keramik-Inlays – besonders haltbar und ästhetisch hochwertig
- Goldfüllungen – extrem langlebig, aber sichtbar und kostenintensiv
- Glasionomerzement – fluoridabgebend, vor allem für Kinderzähne geeignet
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Therapie – Wann sollte Amalgam ausgetauscht werden?
Der Austausch alter Amalgamfüllungen sollte nur bei medizinischer Notwendigkeit erfolgen – etwa wenn die Füllung undicht, gebrochen oder stark korrodiert ist. Ein vorsorglicher Austausch ohne konkreten Grund wird von den meisten Zahnärzten nicht empfohlen, da beim Entfernen kurzfristig mehr Quecksilber freigesetzt wird als bei intakten Füllungen. Moderne Alternativen wie Komposit oder Keramik-Inlays sind in den meisten Fällen die bessere Wahl für Neufüllungen.
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